BÖDEN UND KLIMA

Im südwestlichen Teil ist diese Gegend gleichförmig eben, gemäß der typischen Charakteristiken der Schwemmland-Ebenen, während die Hügel mit Motta bei San Bonifacio beginnen sowie im Osten mit einem Teil der Monti Berici.
Die für den Rebbau geeigneten Böden in der Ebene weisen überwiegend eine sandig-tonige Beschaffenheit auf. Unter morphologischem Gesichtspunkt weist die Ebene Erhebungen, Terrassen und Abhänge mit ca. einem Dutzend Meter Höhenunterschied auf; die Böden sind tief und besitzen teilweise einen hohen Sandanteil.
Das Hügelgebiet ist sehr unterschiedlich in seiner Zusammensetzung und reicht von stark tonhaltigen, roten Böden bis zu weißen Kalkböden, zum Teil sehr skeletthaltig.
Die Bodenbeschaffenheit des Anbaugebietes Arcole DOC hängt im wesentlichen mit Erosions- und Sedimentationsphänomenen durch den Fluss Etsch sowie andere kleinere Wasserläufe zusammen: Illasi, Alpone, Agno, Guà, Frassine und Fratta.
Diese Böden sind in erster Linie sandig, aber auch kieshaltig; vereinzelt haben die Sandböden einen hohen Schlickanteil. Die Gegenden, in denen sich schlick- und sandhaltige Erhebungen finden, entsprechen den ehemaligen Flussverzweigungen.
Während die Schlick-Absetzungen des Illasi von braun-rötlicher Farbe sind, erscheinen die Schlick-Absetzungen der Etsch hellbraun bis haselnussfarben.
Im Gebiet von Vicenza, das zum Anbaugebiet Arcole DOC zählt, soll der Fluss Frassine auf den aus der Quartär-Zeit vom Gletscher Etsch-Sarca stammenden Böden eine Schicht dunkelroter Schwemmerde abgelagert haben, die von der Ausspülung von mergelhaltigem Dolomit, Basalt, Porphyr, gipshaltigem Kalk usw. stammen.
Diese Art von Böden finden sich überall in der Ebene südwestlich der Monti Berici.
Das Hügelgebiet westlich der Monti Berici zwischen den Gemeinden Sarego, Lonigo, Orgiano und Sossano besitzt Böden, die aus Kalkfelsen aus dem Oberen Holozän und dem Oligozän stammen, aus denen, je nach Verfallgrad, sehr unterschiedliche Böden entstanden sind: vom roten Typ, stark tonhaltig und entkalkt, bis zum überwiegend weißen, bröckeligen Typ, steinig, kalkhaltig, trocken, nur mittelmäßig oder kaum fruchtbar.
Das Anbaugebiet Arcole DOC weist ein recht homogenes, kontinentales Klima auf mit heißen, schwülen Sommern und strengen, nebeligen Wintern.
Die höchsten Temperaturen sind ab dem 10. bis 20. Juli bis zum 10. August zu verzeichnen, die Tiefsttemperaturen zwischen dem 10. und dem 30. Januar .
Die Temperaturunterschiede im Lauf des Jahres sind recht hoch, die Niederschläge sind mäßig, aber gut über das ganze Jahr verteilt.